RECHTSÜBERNAHME · INSTITUTIONELLE ELEMENTE
Betrifft
8 Abkommen
Stand
April 2026
Bilaterale III · Wissenstest

Das grosse Rechtsübernahme-Quiz

Die dynamische Rechtsübernahme gilt als eigentliche Crux des Pakets Schweiz-EU: Sie bestimmt, wie neues EU-Recht künftig in Personenfreizügigkeit, Luftverkehr, Landverkehr, MRA, Landwirtschaft, Strom, Gesundheit und Lebensmittelsicherheit einfliesst — von Decision Shaping über den Gemischten Ausschuss bis zum Schiedsgericht. Wie gut kennen Sie das Verfahren und seine Streitpunkte?

Bevor es losgeht

Fünf Dinge zur dynamischen Rechtsübernahme

⚖️
Zwei Methoden
Die Integrationsmethode übernimmt EU-Recht direkt in die Schweizer Rechtsordnung, die Äquivalenzmethode verlangt nur ein gleichwertiges Ergebnis im Schweizer Recht.
🗳️
Decision Shaping ist kein Decision Making
Der Bundesrat kann sich zu geplantem EU-Recht äussern, hat aber keine Entscheidungskompetenz — die EU beschliesst allein.
🏛️
Gemischter Ausschuss
Beamte und Diplomaten beider Seiten entscheiden einvernehmlich über die Integration neuen EU-Rechts — die Namen der Teilnehmenden sind nicht öffentlich.
📜
Referendum bleibt formal möglich
50'000 Unterschriften können eine EU-Rechtsübernahme zur Abstimmung bringen — allerdings unter der Drohung unbekannter Ausgleichsmassnahmen der EU.
🧑‍⚖️
Schiedsgericht mit EuGH-Bindung
Bei Auslegungsfragen zu EU-Recht muss das Schiedsgericht den EuGH anrufen — dessen Entscheid ist für das Schiedsgericht bindend.

Das Verfahren im Überblick

Integrations- und Äquivalenzmethode, Referendum und Streitbeilegung im Vergleich
Diagramm: Übernahme von und Anpassung an EU-Recht — Integrationsmethode und Äquivalenzmethode, Gemischter Ausschuss, Schiedsgericht, EuGH
Quelle: eu-abstimmung.ch, nach Institutionellem Protokoll und Botschaft des Bundesrats
Kategorie
Frage 1 / 18
Kompetenzausweis
Dynamische Rechtsübernahme · Ergebnis
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