Facts & Figures




Zielkontinente der Lokalpassagier:innen ab Schweizer Flughäfen, 2024
2024 starteten 24,2 Millionen Lokalpassagier:innen ab Schweizer Flughäfen. Fast vier von fünf hatten ein Ziel in Europa.
Quelle: BFS/BAZL 2024; BFS; Infosperber; SRF; NZZ (Mai 2026, Juli 2025); Watson; Avenir Suisse. Eigene Darstellung, Juli 2026, rbh.
Effizienzgewinn: Flugbewegungen vs. Passagierzahlen seit 2000
Seit 2000 sind die Flugbewegungen (Starts und Landungen) an Schweizer Flughäfen um 12% zurückgegangen, während die Passagierzahlen im selben Zeitraum um 67% gestiegen sind. Grössere Flugzeuge und eine höhere Auslastung erklären diese gegenläufige Entwicklung....
Weiterlesen
Quelle: BFS/BAZL 2024; BFS; Infosperber; SRF; NZZ (Mai 2026, Juli 2025); Watson; Avenir Suisse. Eigene Darstellung, Juli 2026, rbh.
Streitpunkt Skyguide-Gebühren
Der Vorwurf an Skyguide lautet, die Gebühren um 50% erhöht zu haben, während der Flugverkehr im gleichen Zeitraum nur um 11% zunahm. Die EU muss die Gebühren genehmigen; Airlines drohen Rückzahlungsforderungen in Millionenhöhe. Einordnung: Skyguide muss Investitionen und Ausbildung vollständig selbst finanzieren — laut Unternehmensangaben kostet die Ausbildung eines Fluglotsen rund 700'000 Franken, während Frankreich die Kosten der Flugsicherung staatlich übernimmt. Europäische Flugsicherungen erhalten zudem EU-Fördergelder für Investitionen: Frankreich habe laut Skyguide-CEO Alex Bristol über vier Jahre mehr als 150 Mio. Euro aus Brüssel erhalten (Aussage von 2022, nicht unabhängig verifiziert) — ein struktureller Standortnachteil, den die Schweiz als Nicht-EU-Mitglied nicht kompensieren kann (SRF; Watson). Diese Selbstfinanzierungs-Logik erklärt die Kostendifferenz aber nur teilweise und wird durch zwei Gegenpunkte relativiert. Erstens: Regula Dettling-Ott, bis Mai 2023 Vorsitzende des EU-Expertengremiums Performance Review Body und heute Luftfahrtrechts-Expertin der Universität Bern, beziffert den Abstand zur europäischen Vergleichsgruppe auch nach Bereinigung um Lebenshaltungskosten, Luftraumkomplexität und Verkehrsspitzen auf rund 40% (NZZ, Mai 2026) — eine fundierte Experteneinschätzung, keine aktuell im EU-Auftrag erstellte Studie. Zweitens: Ein wesentlicher Teil der hohen Kosten ist laut Eidgenössischer Finanzkontrolle (EFK) selbstverschuldet. Das IT-Projekt «Virtual Center» kostet mit 286 Mio. CHF weit mehr als geplant (234,6 Mio. bereits ausgegeben), ist rund zehn Jahre verspätet und liefert nur noch 55% des ursprünglichen Funktionsumfangs. Die NZZ hält fest: Selbst nach der von der EU geforderten Korrektur dürften Skyguides Gebühren die höchsten in Europa bleiben (NZZ, Juli 2025). Derzeit leitet Deutschland die Abgaben nicht weiter an die Schweiz (SRF 22.7.2026)...
Weiterlesen
Quelle: BFS/BAZL 2024; BFS; Infosperber; SRF; NZZ (Mai 2026, Juli 2025); Watson; Avenir Suisse. Eigene Darstellung, Juli 2026, rbh.
Skyguide 2025: Gebührenschritte und Ergebniswende
Der Streit hat sich seither verschärft: Anfang 2025 erhöhte Skyguide die Gebühren nochmals (Überflüge +38%, Landungen +24%), was 2025 zu einem Konzerngewinn von 55,2 Mio. CHF führte (Vorjahr: -18,9 Mio.). Die EU-Kommission lehnte den Schweizer Leistungsplan 2025–2029 bereits zweimal ab und fordert Einsparungen von 289,5 Mio. CHF (58 Mio. CHF/Jahr). Skyguide plant deshalb einen Abbau von bis zu 220 Stellen bis Ende 2027 (NZZ)....
Weiterlesen
Quelle: BFS/BAZL 2024; BFS; Infosperber; SRF; NZZ (Mai 2026, Juli 2025); Watson; Avenir Suisse. Eigene Darstellung, Juli 2026, rbh.