Infografiken





Bevölkerungswachstum seit der Personenfreizügigkeit
Seit Inkrafttreten des FZA am 1. Juni 2002 ist die Schweizer Bevölkerung von 7,3 auf 9,1 Millionen Personen gewachsen (+25 %). Im gleichen Zeitraum nahm die Bevölkerung Deutschlands lediglich um 1 %
...zu. Bevölkerungsentwicklungen werden von mehreren Faktoren beeinflusst; das FZA ist dabei wichtiger, aber nicht einziger Treiber.
Quelle: Bundesamt für Statistik (BFS). Bevölkerungsentwicklungen werden von mehreren Faktoren beeinflusst; das FZA ist dabei ein wichtiger, aber nicht der einzige Treiber.
Zu- und Auswanderung EU/EFTA seit 2002
Der Ausländeranteil an der Schweizer Bevölkerung betrug 2023 27 % — deutlich weniger, als er ohne die rund 40'000 Einbürgerungen pro Jahr seit 2002 gewesen wäre. Laut Modellrechnung der NZZ läge der
...Ausländeranteil ohne diese Einbürgerungen bei 36 %; es handelt sich dabei nicht um eine amtliche Statistik. Die Einbürgerungen dämpfen so den ausgewiesenen Ausländeranteil, sie erhöhen nicht das Bevölkerungswachstum.
Quelle: SEM, Jahresstatistik Zuwanderung 2024; SECO, 22. Observatoriumsbericht zum FZA (2026); Einbürgerungen: BFS, Republik (18.5.2026), NZZ (1.11.2024, Modellrechnung, keine amtliche Statistik).
Prognose: Wer erhält ein Daueraufenthaltsrecht?
Die Ecoplan-Studie vom 9. Mai 2025 hatte methodisch mit 570'000 bereits anspruchsberechtigten Personen gerechnet; die Zahl von 690'000 stammt aus der aktualisierten Schätzung des Bundes in der
...Botschaft vom 13. März 2026.
Von den 5 Jahren müssen nur rund 3,5 Jahre tatsächlich sozialversicherungspflichtige Arbeit sein — die restliche Zeit (rund 18 Monate) kann mit Arbeitslosengeld oder kurzzeitigem Sozialhilfebezug überbrückt werden, ohne dass der Anspruch auf das Daueraufenthaltsrecht verloren geht.
Quelle: Botschaft des Bundesrats zum Paket Schweiz-EU, Ziff. 2.3.8ff. (13.3.2026); methodische Grundlage: Ecoplan-Studie (9.5.2025). Voraussetzung: 5 Jahre Erwerbstätigkeit, auch mit Unterbrüchen; ohne Bedingungen wie Sprachkenntnisse oder Wohnung.
Erwerbstätige mit ausländischer Staatsangehörigkeit
Gemäss Erwerbstätigenstatistik des BFS arbeiteten im 4. Quartal 2025 rund 1,898 Millionen Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit in der Schweiz — darin eingeschlossen sind auch
...Grenzgänger:innen. Fast vier von fünf davon — 78,3 % — stammen aus EU- und EFTA-Staaten sowie Grossbritannien. Zu diesen Erwerbstätigen gehören rund 400'000 Grenzgänger:innen, die täglich oder wöchentlich zur Arbeit in die Schweiz einreisen. Beachte: als «Erwerbstätigkeit» zählt: Teilzeitpensum von 30–40 % ; gemäss Rechtsprechung des EuGH können sogar 12 Wochenstunden ausreichen. Auch arbeitslos gemeldete Personen gelten formal als erwerbstätig, sofern sie beim regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) angemeldet sind. Ein Sozialhilfebezug bis zu 6 Monaten wird ebenfalls nicht als erwerbslose Zeit gewertet bzw. nicht von den 5 Jahren abgezogen.
Quelle: Bundesamt für Statistik (BFS), Erwerbstätigenstatistik. Entwurf — Darstellung der Grenzgänger:innen-Zahl zur Diskussion gestellt.
Weitere Kennzahlen auf einen Blick
Hinweis zur letzten Kennzahl: Für grenzüberschreitende Dienstleistungseinsätze aus der EU würde die Voranmeldefrist von acht Kalendertagen auf vier Arbeitstage verkürzt. Nach Einschätzung des Bundes
...und verschiedener Sozialpartner könnten dadurch Lohnkontrollen erschwert werden; ausländische Firmen müssten ihren Mitarbeitenden zudem nur noch Spesen nach dem Niveau ihres Heimatlandes zahlen, auch wenn der Lohnschutz selbst nicht verschlechtert würde.
Quellen: BFS; Republik (18. Mai 2026); NZZ (1. November 2024); SEM, Jahresstatistik Zuwanderung 2024; SECO, 22. Observatoriumsbericht zum FZA (2026); Ecoplan-Studie (9. Mai 2025); Botschaft des Bundesrats zum Paket Schweiz–EU (13. März 2026); Bundesrat-Faktenblatt Lohnschutz (13. Juni 2025). Eigene Darstellung, Juli 2026, rbh.